Erzgebirge fordert Mountainbiker heraus

Das Erzgebirge will in die erste Liga der Mountainbike-Gegenden aufschließen. Künftig bietet die Region Sportlern eine Stoneman-Mountainbike-Strecke, wie es sie bislang nur in den Dolomiten in Südtirol gibt. Am Mittwoch unterzeichnete der ehemalige Profi-Mountainbiker und Stoneman-Erfinder Roland Stauder dafür den Vertrag mit dem Tourismusverband Erzgebirge und dem Staatsbetrieb Sachsenforst. Mit seiner Bewerbung um den Trail hatte sich das Erzgebirge gegen drei starke Mitbewerber durchgesetzt: den Schwarzwald, das Chiemgau und Garmisch-Partenkirchen. Eröffnet wird die neue Strecke am 24. Mai in Oberwiesenthal.

 

 

Anspruchsvolle Tour über neun Gipfel

Der 163 Kilometer lange Rundkurs führt von Mai bis Oktober durch das sächsische und böhmische Erzgebirge. Dabei geht es über die neun höchsten Gipfel hinweg. Insgesamt müssen die Mountainbiker 4.200 Höhenmeter überwinden. Wer die Strecke in ein, zwei oder drei Tagen schafft, bekommt eine Stoneman-Trophäe in Gold, Silber oder Bronze überreicht. Kostenfrei ist der Fahrspaß im Erzgebirge allerdings nicht - zumindest wenn man am Wettbewerb teilnehmen möchte. Jeder Mountainbiker muss dafür ein Startgeld mitbringen.

Erzgebirge setzt auf Imagewandel

Der Tourismusverband Erzgebirge erhofft sich von der neuen Attraktion vor allen Dingen einen Zuwachs an jungen Aktivurlaubern. Veronika Hiebl sagte: "Wichtig ist, dass wir mit dem Stoneman einen Imagewandel fürs Erzgebirge hinkriegen und  junge, sportlich interessierte Leute in die Region ziehen." Um den Urlaubern attraktive Radfahrpakete anbieten zu können, verhandelt der Tourismusverband derzeit noch mit Hoteliers. Dass derartige Angebote gut  ankommen, beweist der Sportpark Rabenberg. Laut Geschäftsführer Andreas Decker stiegen die Übernachtungszahlen, seit ein Mountainbike-Parcours durch den Wald eingerichtet wurde.