In Hofheim haben begeisterte Downhill-Fahrer ihr Schicksal selbst in die Hand genommen und im Wald einen 200m langen Parcour angeglegt. Die Strecke hat alle Schikanen: Raffinierte Steilkurven, Sprungschanzen bis zu einer Höhe von fast 90 Zentimetern. Kleine Bachläufe wurden sogar gesichert.

Das zuständige Forstamt will nun die illegale Strecke wieder abbauen, weil keine Genehmigung eingeholt wurde. Man würde gegen hessische Waldgesetz verstoßen und darf nur auf Waldwegen mit ausreichender Breite fahren. Wenn die Mountainbike-Fans beim Bauen erwischt werden, wird eine Strafe von bis zu 25.000 Euro fällig. Fahren alleine gibt auch einen Geldbuße im vierstelligen Bereich.

Da fragt man sich doch ernsthaft, wie man als Dirt'ler oder Downhiller noch zu Spaß kommen soll. Für jeden Skateboarder wird eine Halfpipe gebaut aber mit dem Fahrrad soll man von der Straße runter und darf auch nicht im Wald fahren.

Ganz ähnlich geht es der "EsNos" in Esslingen. Die Nordschleife getaufte Strecke durch den Wald ist hart umkämpft. Derzeit versuchen die Radfahrer von Downhill bis Familienausflug mit dem Fahrrad die Stadt vom Nutzen der Strecke zu überzeugen. 

Es geht nicht darum den Wald zu zerstören, sondern eine Bereicherung und eine Alternative zur Straße zu finden. Schilder der Stadt zum Radfahrverbot wurden ignoriert. Erst drastische Maßnahmen wie Abriss und Versperren der Downhillstrecke haben zu einem offenen Dialog geführt. Dank Facebookgruppen und einem Verein, der spontan eine Radabteilung gegründet hat, wird es hoffentlich kein David gegen Goliath.

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